Abfallbehandlung
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Abfallbehandlung
Die Verantwortung für die sichere Ablagerung der radioaktiven Abfälle in der Tschechischen Republik hat der Staat aufgrund des sog. Atomgesetzes (§ 26 des Gesetzes Nr. 18/1997 GBl.). Er hat für die zusammenhängenden Tätigkeiten die Organisationseinheit Verwaltung der Deponien der radioaktiven Abfälle (SÚRAO) gegründet. Die Botschaft von SÚRAO ist es, die sichere Ablagerung der radioaktiven Abfälle in der Übereinstimmung mit den Anforderungen auf den Schutz des Menschen und auch der Umwelt vor den unerwünschten Einflüssen dieser Abfälle auf dem Gebiet der Tschechischen Republik abzusichern.
Die Finanzmittel gewinnt SÚRAO für ihre Tätigkeit von dem sog. Atomkonto, das bei der Tschechischen Nationalbank geführt wird, und von den Staatszuschüssen. Auf das Atomkonto tragen alle Verursacher der Atomabfälle in der Höhe nach der Verordnung Nr. 416/2002 GBl. bei. Die Energiegesellschaft ČEZ bezahlt z.B. 50 CZK pro jede MWh, die in den Kernkraftwerken produziert wird. Die Gemeinden, in deren Katastergebiet die Deponien der radioaktiven Abfälle liegen, erhalten vom Konto 1,5 Mio. CZK jährlich.
Jeder Besitzer der Genehmigung für den Betrieb der Atomanlage – außer der Abführung der Beiträge auf das Atomkonto – bildet nach dem Atomkonto eine Finanzreserve für die Entsorgung dieser Anlage. Er sammelt die Finanzmittel während des Gesamtbetriebs und eine der Pflichten von SÚRAO ist es, dieses regelmäßige „Sparen“ zu kontrollieren.
Radioaktive Abfälle und deren Ablagerung in der Tschechischen Republik
Bezüglich des Volumens bilden den größten Teil der radioaktiven Abfälle von dem Betrieb der tschechischen Kernkraftwerke die niederaktiven und mittelaktiven Abfälle. Sie verlieren ihre Radioaktivität nach einigen Jahrhunderten. Die Kapazität der Deponie der radioaktiven Abfälle, die von SÚRAO im Areal des Kernkraftwerks Dukovany (55 000 m3) betrieben wird, ist für den Betrieb beider tschechischen Kernkraftwerke für die Gesamtdauer deren Lebensdauer genügend. Die niederaktiven und mittelaktiven radioaktiven Abfälle werden ferner in der damaligen Grube Richard bei Litoměřice abgelagert. In die hiesige Deponie mit der Kapazität von 8 000 m3 werden die Abfälle aus dem Gesundheitswesen, aus der Industrie und aus der Forschung abgelagert, die die radioaktiven Materialien benutzt. Für die Ablagerung der Abfälle mit den Naturradionukliden ist die alte Grube Bratrství bei Jáchymov mit der Kapazität von 1 200 m3 bestimmt. Die Kapazität dieser Deponien ist mit der Prognose einiger Jahrzehnte genügend.
Die hochaktiven Abfälle und der gebrauchte Kernbrennstoff werden in einer Tiefdeponie abgelagert. Zurzeit werden dafür in der Übereinstimmung mit der Staatskonzeption der Behandlung der radioaktiven Abfälle und des gebrauchten Kernbrennstoffs zwei geeignete Lokalitäten gesucht, die bis zum Jahr 2015 sollten ausgewählt werden. Die Inbetriebnahme der Deponie wird im Jahre 2065 vorausgesetzt. Bis zu dieser Zeit müssen die Verursacher für den hochradioaktiven Abfall und um den gebrauchten Kernbrennstoff sorgen.
Der gebrauchte Kernbrennstoff wird jetzt in dem Kernkraftwerk Dukovany in zwei Lagern gelagert. Temelín bereitet den Aufbau des Lagers vor. Die Gesellschaft ČEZ hat sich entschieden, als Reservevariante für das Kernkraftwerk Temelín ein Zwischenlager des gebrauchten Kernbrennstoffs in der Lokalität Skalka aufzubauen. Für diese Lokalität besteht die immer gültige Genehmigung und hier finden die Forschungsarbeiten statt. Wenn die Baugenehmigung für den Aufbau des Zwischenlagers in dem Kernkraftwerk Temelín herausgegeben wird, wird Skalka konserviert.

Definitive Ablagerung in der Tschechischen Republik
Die Bedrohung der Umwelt von den Abfällen aus den Kernkraftwerken wird durch deren sichere Trennung von der benachbarten Umgebung eliminiert. Die Lagerung der radioaktiven Abfälle und des gebrauchten Kernbrennstoffs ist zurzeit vollständig sicher gelöst und realisiert. Der gebrauchte Brennstoff, der die hochaktiven Abfälle beinhaltet, kann in die Tiefdeponien abgelagert werden. Die definitive Ablagerung der hochaktiven radioaktiven Abfälle und des gebrauchten Kernbrennstoffes ist auf einen späteren Moment aus den Gründen der Entwicklung der Technologien verschoben, die es ermöglichen, einerseits die Aktivität dieser Abfälle zu reduzieren und andererseits die Zerfallhalbzeit der in dem Abfall enthaltenen Radionuklide zu verkürzen. Auch ohne Einsatz dieser Technologien (bei der sog. „Direktablagerung“) vereinfachen der natürliche Zerfall der Radionuklide und die Reduzierung der Entwicklung der Restwärme im Verlauf der Lagerung auch die spätere Handhabung und reduziert die Ansprüche auf die Größe des Deponieraums.
Die Verschiebung der Ablagerung des gebrauchten Kernbrennstoffs auf einen späteren Moment ist auch durch die mögliche Ausnutzung dieses Brennstoffs als Rohstoffs für die Gewinnung des frischen Kernbrennstoffs für den Betrieb der Atomreaktoren begründet, wenn es ökonomisch wäre. Das Material des gebrauchten Kernbrennstoffs beinhaltet noch ungefähr dreißigmal mehr Energie, als wie viele daraus gewonnen wurde.
Zurzeit wird der Aufbau eines ähnlichen Lagers in den USA auf der Nevada-Wüste (voraussichtliche Inbetriebnahme nach dem Jahr 2010), in Schweden (Inbetriebnahme im Jahre 2018) und in Finnland (Olkiluoto – Inbetriebnahme im Jahre 2020) vorbereitet.
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