Sicherheit

Startseite » Kraftwerke und Umwelt » Kernkraftwerke » Temelín » Der überlegte Fertigbau vom KKW Temelín » Sicherheit

Die Sicherheit der Kernkraftwerke wird von vielen Institutionen kontinuierlich verfolgt, wie z.B. die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) mit dem Sitz in Wien oder die Staatsbehörde für die Atomsicherheit (SÚJB) sind. Wie die Sicherheitsanalysen nachweisen, werden die Kraftwerke wie immer sicherere und beständigere Anlagen projektiert. Mit Bezug darauf, dass in der Atomenergetik der hoch überstandardmäßige Zutritt zur Sicherheit angewendet wird, sind die Havarien mit dem Austritt der Radioaktivität in die Umgebung und mit die Bedrohung der Bevölkerung bei den heutigen Kraftwerken praktisch ausgeschlossen. Das Kernkraftwerk ist dazu so aufgebaut, dass es das Erdbeben oder den Niedersturz eines Flugzeugs ohne Probleme übersteht.

Technische Voraussetzungen der Sicherheit der Kernkraftwerke

Die Kraftwerke sind so projektiert, dass der Grundsatz der physikalischen Vorgänge bei der Energiegewinnung aus dem Atom gegen die Entwicklung der ungünstigen Prozesse (sog. inhärente Sicherheit) gesetzmäßig auswirkt, wie es schon angegeben wurde. Die Betriebssicherheit wird dazu von vielen Einrichtungen überwacht, die selbsttätig, d.h. ohne Zuführung der Außenenergie, gegen die eventuelle Entwicklung des ungünstigen Ereignisses auswirken (passive Sicherheit). Die Kernkraftwerke sind mit Systemen ausgerüstet, die die Betriebsparameter automatisch verfolgen und die im Falle der Überschreitung von bestimmten Grenzen selbsttätig starten und durch ihre Tätigkeit die Entwicklung des ungünstigen Zustands vorbeugen (aktive Sicherheit). Wichtige Systeme werden dreifach bis vierfach gesichert. Die überstandardmäßige Aufmerksamkeit bei den Tests und bei der Instandhaltung  wird den Einrichtungen gewidmet, die die höhere sog. Sicherheitsklassifizierung haben.

Den Austritt der radioaktiven Stoffe in die Umgebung verhindern 4 physische Barrieren – Matrize (Pellet) des Brennstoffs, die Deckung des Brennstoffs (d.h. Zirkoniumröhrchen), Stahlkomponenten des Primärkreises mit dem Reaktor und mit dem Containment (mit den Containments). Alle Barrieren werden online überwacht und regelmäßig getestet. Für den Schutz der einzelnen Barrieren sind immer einige gesicherte Sicherheitssysteme vorbereitet.

Gleich sorgfältig, wie gegen den Austritt der radioaktiven Stoffe die Funktionsfähigkeit von vier beschriebenen Barrieren verfolgt wird, werden drei Grundsicherheitsfunktionen überwacht und in jedem Moment kontrolliert

  • Steuerung der Reaktivität (Reaktorleistung),
  • Wärmeableitung aus der aktiven Reaktorzone,
  • Verhinderung der Austritte der radioaktiven Stoffe, Steuerung der betrieblichen Auslässe und Begrenzung der Austritte bei  Havarien.

Wichtige Einrichtungen sind mit dem System der Selbstkontrolle ausgerüstet, das im Falle der drohenden Funktionsunfähigkeit den Alarm auslöst, beziehungsweise bringen sie das System der aktiven Sicherheit in Betrieb.

bloková dozorna

Organisationsvoraussetzungen  für die Sicherheit der Kernkraftwerke

Ein Kernkraftwerk schützt sich gegen den Anfall mittels vieler Sicherheitsmaßnahmen. Die Grundmaßnahme ist die Verteilung des Kraftwerks in einige Sicherheitszonen mit dem begrenzten Zutritt der Arbeitnehmer und mit aktiven und auch passiven Absicherungselemente. Das Regime des Eintritts ins Kraftwerk ist strenger als in einem Flughafen.  Bei den Arbeitnehmern wird es kontrolliert, ob sie vor dem Eintritt ins Kraftwerk den Alkohol oder die psychotropen Stoffe nicht genossen haben. Die Objektüberwachung übt das spezial ausgeübte Personal aus.

Über dem Kraftwerk gibt es die fluglose Zone mit dem Durchmesser von ca. 4000 m und in mit der Höhe von 1500 m

Alle Betriebshandhabungen an den Einrichtungen des Kernkraftwerks und weitere Verfahren sind in den Betriebsvorschriften beschrieben und deren Kenntnis von den Operatoren wird am Simulator regelmäßig trainiert. Die Leitung des Kraftwerks stellt den großen Nachtruck auf das Verhältnis der Arbeitnehmer des Kraftwerks zur Sicherheit, auf die sog. Sicherheitskultur. In der Praxis geht es um die Ausnutzung des durchgearbeiteten  Ausbildungssystems, um die Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften, um die Untersuchung der Ereignisse und um das Suchen nach den Wegen, wie sie vorzubeugen sind, also um die Bildung der Bedingungen für die selbstverständliche, gewissenhafte und aktive Erfüllung der Grundsätze der Sicherheit. die Sicherheitsfragen, denen die maximale Aufmerksamkeit gewidmet wird, sind in der Leitung und in dem Entscheiden einkomponiert, und zwar sowohl in der Projektphase, als auch in der Aufbau- und auch in der Betriebsphase des Kernkraftwerks.

Die Vorgänge für die Minimalisierung der Auswirkungen der hypothetischen Havarie auf die Bevölkerung werden vom sog. Havarienplan festgelegt, der in den simulierten Bedingungen der Havarie regelmäßig trainiert wird. An dem Training nehmen auch Rettungseinheiten und die Selbstverwaltung steil.

Widerstand der Kernkraftwerke

Die Kernkraftwerke sind so konstruiert, dass sie es schaffen, den verschiedensten Typen der Außen- oder Innenbedrohung zu widerstehen (siehe Auflistung). Das Risiko wird dabei sowohl von aktiven Schritten, als auch durch die Auswahl der Lokalität eliminiert (dabei ist zum Beispiel das Risiko des Erdbebens oder der Überschwemmung reduziert).

Außenbedrohung

  • Erdbeben – das Kraftwerk ist fähig, sich abzustellen und nachzukühlen (die Anlage hat ein Zertifikat für diesen Bedrohungstyp)
  • Extreme Witterungsbedingungen – Wind, Schnee, Frost, Wärme, Dürre
  • Flugzeugabsturz
  • Bedrohung von benachbarten Industrieobjekten und vom Verkehr (in dem Kernkraftwerk Temelín z.B. Gasleitung)
  • Elektromagnetische Interferenz – die Anlage ist so vorgeschlagen (abgeschirmt), dass sie nicht gestört werden kann
  • Sabotage – es wird von der Überwachung des Kraftwerks (Sicherheitsdienst) gelöst

Innenbedrohung

  • Brand – es sind  brandfeste und feuerfeste Materialien verwende, die Sicherheitssysteme sind konsequent abgetrennt
  • Wasser-, Dampf-, Gas-, Chemikalien- und Giftstoffaustritte – das Projekt verhindert den Austritt in die Umwelt und zugleich verhindert es die Personalbedrohung
  • Störungen der Druckteile, der Stützen, der Konstruktionen – die wichtige Anlage wird geschützt
  • Riss der rotierenden Teile
  • Fallende oder anstoßende Lasten
  • Ungünstige Betriebzustände
  • Abnormale Zustände – Zustände über dem Rahmen des laufenden Betriebs und der laufenden Übergangszustände
  • Havarie – wichtige Verletzung einer der vier Sicherheitsbarrieren

Strahlungsschutz

Die Radiationssituation in den technologischen Anlagen, in den Räumen des Reaktorgebäudes, im Areal des Kraftwerks und in der Umgebung wird ununterbrochen verfolgt. Außerdem werden Gas- und auch Flüssigkeitsauslässe aus dem Kraftwerk kontinuierlich ausgewertet und es wird der Zustand der Umwelt verfolgt. Die Messungen weisen nach, dass der Einfluss der Auslässe aus dem Kernkraftwerk tausendmal kleiner als andere Einflüsse ist, die auf den Menschen auswirken – er ist zum Beispiel mit dem Anstieg der kosmischen Strahlung bei einem Blockhausbewohner identisch, der vom Erdgeschoss in das zehnte Stock umgezogen ist.

Mehr Informationen finden Sie auf den Webseiten von dem Staatsinstitut des Strahlungsschutzes.

Top
Menu: