Kohlekraftwerke
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Die Kraftwerksgesellschaft CEZ, a.s. setzte in den vergangenen sieben Jahren (1992 - 98) das wohl umfangreichste und schnellste ökologische Programm in Europa um. Im Rahmen dieses Programms installierten wir in unseren Kraftwerken insgesamt 28 Entschwefelungseinheiten und 7 Fluidkessel, rekonstruierten Flugascheabscheider und modernisierten die Steuersysteme der Kraftwerke. Insgesamt investierten wir in die Modernisierung und Entschwefelung der Kohlekraftwerke 46 Milliarden Kronen. Dadurch konnten wir die Emission von Schwefeldioxid (Graph s. nachfolgende Dokumente) und Flugasche um 90 % und die Emission von Stickoxiden um 50 % senken. Unsere Kohlekraftwerke sind so jetzt voll vergleichbar mit entsprechenden Kraftwerken überall in Europa.
Programm der Modernisierung und der Entschwefelung der Kohlekraftwerke von CEZ, a. s.
Vor der Einleitung des Programms der Modernisierung und Entschwefelung der Kohlekraftwerke von CEZ, a. s. betrug ihre gesamte installierte Leistung 8 482 MW. Wir entschieden uns, den ältesten Teil der Produktionsanlagen stillzulegen und die anderen so zu modernisieren und zu entschwefeln, dass sie die neuen, ab dem 1. 1. 1999gültigen Grenzwerte erfüllen. Insgesamt wurden 6 462 MW installierter Leistung entschwefelt. Von diesem Wert entfallen 5 930 MW auf die Entschwefelung durch sogenanntes „Waschen“ der Rauchgase (5 710 MW nasse Kalksteinwäsche, 220 MW halbtrockene Kalkmethode), 497 MW wurden durch Ersetzen der alten Kessel durch moderne mit Fluidverbrennung entschwefelt, bei 35 MW wurde der Brennstoff geändert. Gleichzeitig mit der schrittweisen Reinigung der moderneren Kohlekraftwerke erfolgte die Stilllegung der älteren Anlagen.
Entschwefelungseinheiten werden für insgesamt 5 930 MW installierter Leistung verwendet.
| Bau von Entschwefelungsanlagen in Kohlekraftwerken | |||
| Kraftwerk | Leistung | Methode | Installiert |
| MVV - nasse Kalksteinwäsche, PSV - halbtrockene Kalkmethode | |||
| Prunerov 1 | 4 x 110 MW | MVV | Dezember 95 |
| Prunerov 2 | 5 x 210 MW | MVV | August 96 |
| Pocerady | 2 x 200 MW | MVV | November 94 |
| Pocerady | 3 x 200 MW | MVV | November 96 |
| Ledvice | 2 x 110 MW | PSV | Dezember 96 |
| Tusimice 2 | 4 x 200 MW | MVV | Mai 97 |
| Tisova | 100 MW | MVV | November 97 |
| Chvaletice | 2 x 200 MW | MVV | Dezember 97 |
| Chvaletice | 2 x 200 MW | MVV | November 98 |
| Detmarovice | 4 x 200 MW | MVV | Juni 98 |
| Melnik | 720 MW | MVV | November 98 |
| Programm des Baus von Fluidkesseln der Gesellschaft CEZ, a. s. | ||
| Kraftwerk | Leistung | Installiert |
| Tisova | 86 MW | Dezember 95 |
| Hodonin | 60 MW | September 97 |
| Porici | 55 MW | Oktober 96 |
| Hodonin | 45 MW | Oktober 97 |
| Tisova | 86 MW | November 97 |
| Ledvice | 110 MW | Oktober 98 |
| Porici | 55 MW | September 98 |
In den Wärmekraftwerken in Dvůr Králové und in Náchod (gesamt 35 MW) erfolgte die Modernisierung und die Senkung der Emissionen durch Wechsel des Brennstoffs und durch Änderung der Ascheausscheidung.
Programm der Stilllegung von Kohleblöcken von ČEZ, a. s.
| Insgesamt legten wir 2 020 MW installierter Leistung in älteren Kohlekraftwerken still. | ||
| Kraftwerk | Leistung | Installiert |
| Gesamt | 2020 MW | |
| Prunerov 1 | 110 MW | Januar 1991 |
| Tisova 2 | 100 MW | Januar 1991 |
| Tusimice 1 | 110 MW | Juni 1991 |
| Prunerov 1 | 110 MW | Januar 1992 |
| Tisova 2 | 100 MW | Januar 1992 |
| Tusimice 1 | 110 MW | März 1992 |
| Hodonin | 55 MW | Januar 1993 |
| Pocerady | 200 MW | Januar 1994 |
| Ledvice | 110 MW | Februar 1994 |
| Hodonin | 50 MW | Januar 1995 |
| Hodonin | 50 MW | August 1996 |
| Tusimice 1 | 110 MW | September 1996 |
| Hodonin | 50 MW | April 1998 |
| Tusimice 1 | 110 MW | April 1998 |
| Tisova | 50 MW | Juni 1998 |
| Ledvice | 200 MW | Dezember 1998 |
| Porici | 55 MW | Dezember 1998 |
| Tusimice 1 | 110 MW | Dezember 1998 |
| Tusimice 1 | 110 MW | Dezember 1998 |
| Melnik 2 | 110 MW | Dezember 1998 |
| Melnik 2 | 110 MW | Dezember 1998 |
Früher Abfälle, heute Sekundärrohstoffe
Unterlagematerial beim Bau von Straßen und Eisenbahngleisen, Füllmaterial zur Wiederauffüllung der Kohle-Stollen, Geländeherrichtung und Modellierung von Landschaften bei Rekultivierung, Verwendung in trockenen Mörtelmischungen; all dies sind mögliche Verwendungen von Energogips, in einigen Fällen auch von einer Mischung aus Energogips und Flugasche.
Die möglicherweise bekannteste und gleichzeitig effektivste Verwendung der Produkte der Entschwefelung ist jedoch zweifelsohne die Herstellung von Gipskartonplatten, die für die Interieure von Wohn- und anderen Gebäuden verwendet werden, aber auch die Herstellung von tragenden Profilen. Als erstes Unternehmen war in dieser Richtung die Gesellschaft Knauf Pocerady tätig, ein gemeinsames Unternehmen von CEZ und der deutschen Gesellschaft Knauf, das im Februar 1995 in enger Nachbarschaft zum Kraftwerk Pocerady in Betrieb genommen wurde. Dieser Betrieb nimmt praktisch die gesamte Produktion von Gipsstein aus der Entschwefelung von fünf 200 MW-Blöcken in Pocerady ab. Mit seiner Produktion beherrscht er etwa die Hälfte des einheimischen Markts, wobei ein kleinerer Teil der etwa 10 Millionen Quadratmeter von hergestellten Platten auch auf die Märkte einiger Osteuropäischer Länder geliefert wird. Die Verwendung von Energogipsstein für die Herstellung von Gipskarton erfordert zwar den Abbau von Kalkstein, gleichzeitig werden so jedoch die natürlichen Vorräte von Gipsstein geschont, die sonst abgebaut werden müssten - das Bauwesen würde sicherlich ohne den modernen Baustoff Gipskarton nicht auskommen.
Intensiv werden weitere Projekte für die Nutzung des Energogipssteins vorbereitet. Im Kraftwerk Chvaletice wird die Verwendung des Energogipssteins von hoher Qualität zur Herstellung von Gips und Gipsformsteinen erwogen, im Kraftwerk Tušimice wird mit der Möglichkeit der Herstellung von Gipsspanplatten gerechnet. Die Hauptaktivität in dieser Richtung ist jedoch die Fertigstellung des Betriebs zur Herstellung von Gipskartonplatten beim Kraftwerk Melnik gemeinsam mit der Gesellschaft Rigips.
Auch die früher mittels Wasser auf Deponien transportierte Asche fand Verwendung, z.B. bei der Rekultivierung von bestehenden Deponien oder ausgebeuteten Gruben. Die Flugasche vermischt mit Energogipsstein bildet einen Stoff, der die Formung der Landschaft in ihr ursprüngliches Relief ermöglicht. Danach können die wiederhergestellten Flächen aufgeforstet oder z.B. für den Anbau von schnellwachsenden Pflanzen (Biomasse) für eine weitere Nutzung verwendet werden
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