Umweltschutz

Umweltschutzmanagement

Im Jahre 1997 äußerte die Leitung der ČEZ, a. s., in Form eines Vorstandsbeschlusses den Willen, in der Aktiengesellschaft die Anforderungen durchzusetzen, die in der internationalen Norm EN ISO 14001 Umweltmanagementsysteme spezifiziert sind. Dieser Beschluss wurde in Form der Änderung des Umweltschutzmanagementsystems realisiert, das in der Integration der Anforderungen, die in der Norm spezifiziert sind, in das Managementsystem der Gesellschaft und ihrer Elektrizitätswerke in den folgenden Hauptschritten besteht:

  1. Annahme des Dokuments „Politik der ČEZ, a. s., im Bereich Umweltschutz“ durch den Vorstand der Gesellschaft, der daran anknüpfenden Teilpolitiken nach der organisatorischen Gliederung der Aktiengesellschaft und den örtlichen Bedingungen (die Politik im Bereich Umweltschutz hat z. B. die ČEZ, a. s., Abteilung für klassisches Energiewesen, Kohlekraftwerke, Wasserkraftwerke und Kernkraftwerke) und Veröffentlichung dieser Dokumente (nachfolgend nur "Politik"),
  2. Erstellung eines Realisierungsplans dieser Politik, begründet auf den Erkenntnissen der Elemente der Tätigkeiten, Dienstleistungen oder Produkte aus der Sicht ihrer möglichen Umwelteinflüsse - auf Umweltaspekte orientiert,
  3. Festlegung messbarer Ziele beim Management des Umweltschutzes, von Zielwerten und Programmen und Projekten zur Erfüllung dieser Ziele und dieser Politik,
  4. Realisierung von Änderungen, die sich auf das Management der Umweltaspekte und auf die Realisierung der angenommenen Programme orientieren,
  5. Bildung der Angestellten bezüglich der Problematik der Verminderung von negativen Einflüssen der Produkte und Prozesse auf die Umwelt,
  6. Überprüfung des Einklangs der Handlungsweisen, Tätigkeiten und Methoden mit den Verpflichtungen, die in der Politik beinhaltet sind und Suche nach Möglichkeiten einer Verbesserung des Umweltschutzmanagements.

Von 1998 bis 2001 integrierte die ČEZ, a. s. die Anforderungen, die in der Norm ČSN EN ISO 14001 spezifiziert sind, Schritt für Schritt in das Managementsystem der Abteilung für klassisches Energiewesen, einschließlich aller ihrer Kohle- und Wasserkraftwerke und in das Managementsystem des Kernkraftwerks Dukovany. Nach der Überprüfung der Konformität des Systems mit der Norm durch Zertifizierungsaudits erwarb die ČEZ, a. s., das Kernkraftwerk Dukovany im Jahre 2001 und die ČEZ, a. s., Abteilung für klassisches Energiewesen im Jahre 2002 die international gültigen Zertifikate für das Umweltschutzmanagementsystem - Environmental Management System (EMS). Die Gültigkeit der erworbenen Zertifikate wird durch periodische und Rezertifizierungsaudits überprüft. Die Einführung von EMS und dessen Zertifizierung ist für die ČEZ, a. s., kein Ziel, sondern ein Mittel zur Vorbeugung im Bereich Umweltschutz und zum Management der Tätigkeiten bzw. ihrer Umweltaspekte derart, dass die Möglichkeit negativer Einflüsse auf die Umwelt minimiert wird.

Durch diesen Übergang zum aktiven Umweltschutz knüpfte die ČEZ, a. s., an die guten Ergebnisse der technischen Maßnahmen an, die von 1991 bis zum Ende des Jahres 1998 realisiert worden waren. 

Politik der ČEZ, a. s., im Bereich Umweltschutz

In der ČEZ, a. s. gewährleisten wir die Tätigkeiten in Verbindung mit der Produktion von Strom und Wärme im Einklang mit der Berufung der Aktiengesellschaft. Diese Berufung verpflichtet uns, Strom und Wärme sicher und umweltschonend herzustellen. Den Einfluss des Betriebs der Elektrizitäts- und Wärmekraftwerke auf die Umwelt vermindern wir durch deren fachliches Management und durch unser verantwortliches Verhalten. Bei der Steuerung der Produktion von Strom und Wärme und beim Umweltschutz gehen wir von den gültigen rechtlichen Vorschriften, von den Kenntnissen um den Betrieb der Anlage, von den Managementfähigkeiten und dem Engagement der Angestellten der Gesellschaft aus. Die Verantwortlichkeit bei unserer Herangehensweise an die Umweltproblematik belegen wir mit dem gültigen Zertifikat für das Umweltmanagementsystem mit niederländischer Akkredition und durch folgende Politik im Bereich Umweltschutz:

  1. der Umweltschutz ist eine der grundlegenden Prioritäten unserer Aktiengesellschaft und wird zum Bestandteil ihres Managements.
  2. Die Respektierung der rechtlichen Vorschriften der Tschechischen Republik für die Umwelt, für die friedliche Nutzung der Kernenergie und der ionisierenden Strahlung und der normativen Parameter, die nach diesen Vorschriften festgelegt sind oder mit Nutzung der internationalen Verpflichtungen der Tschechischen Republik im Bereich Umweltschutz, erachten wir für eine Selbstverständlichkeit und für unsere beständige Verpflichtung.
  3. Die Basis für den Umweltschutz in unserer Gesellschaft ist die Prävention, die in der Herausbildung von Systembedingungen für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb besteht.
  4. Wir stellen unseren Einfluss auf die Umwelt fest und bewerten ihn, die Bewertungsergebnisse nutzen wir in den unternehmerischen Tätigkeiten und zur Information der Behörden der staatlichen Verwaltung, der territorialen Behörden und der Öffentlichkeit.
  5. Bei der Vorbereitung von technischen Maßnahmen zum Umweltschutz orientieren wir uns auf die besten, wirtschaftlich akzeptablen Techniken, die sicher und umweltschonend sind.
  6. Zur Verminderung der ungünstigen Einflüsse der unwirtschaftlichen Nutzung von Strom und Wärme auf die Umwelt tragen wir durch fachliche Ratschläge an die Kunden bei.
  7. Bei den eigentlichen Herangehensweisen an die Umwelt respektieren wir die Bedingungen, unter denen die einzelnen Elektrizitätswerksgesellschaften tätig sind und wir reagieren auf konstruktive Kritik und Vorschläge der interessierten Seiten.
  8. Wir werden den Umweltschutz insbesondere bei der Nutzung von Rohstoffen, Materialien und Energie durch die Kontrolle der Emissionen in die Luft und durch die Anwendung der entstehenden Nebenprodukte, insbesondere Asche und Energiegipsstein in anderen Industriezweigen verbessern.
  9. Durch die Weiterbildung der Angestellten unserer Gesellschaft werden wir auch weiterhin deren Bewusstsein und Kenntnisse verbessern, die zum Umweltschutz notwendig sind.
  10. Bei der Auswahl der Lieferanten und Geschäftspartner werden wir Schritt für Schritt immer mehr deren Herangehensweise an die Umweltproblematik berücksichtigen.
  11. Für die Erfüllung dieser Politik legen wir konkrete Ziele, Zielwerte und Umweltschutzprogramme, einschließlich der Quellen für deren Realisierung fest.
  12. Die Erfüllung unserer Umweltschutzpolitik werden wir periodisch auswerten und die Ergebnisse dieser Auswertungen werden wir zur Aktualisierung dieser Politik und zur Suche nach Möglichkeiten einer weiteren Verbesserung nutzen.

Beobachtung und Auswertung der Umwelteinflüsse

Die ČEZ, a. s., ist nach dem Umweltgesetz der Tschechischen Republik verpflichtet zu beobachten, ob und wie sie die Umwelt verunreinigt, wie sie die natürlichen Quellen nutzt und sie muss die möglichen Folgen ihrer Tätigkeiten auf die Umwelt kennen. Sie ist gleichfalls verpflichtet, Informationen über die Einflüsse ihrer Tätigkeit auf die Umwelt zu gewähren.

Bestandteil der Aktivitäten der ČEZ, a. s., die sich auf den Umweltschutz ausrichten, ist die Messung der Luftverunreinigung (Immissionen) in den Stationen. Diese Messstationen sind im Terrain derart angeordnet, dass auf Grund der Messergebnisse objektiv der Einfluss des Betriebs der Kohlekraftwerke der ČEZ, a. s., auf die Luftverunreinigung - auf die Immissionsbelastung des Standortes - bewertet werden kann. Die Messstationen sind mit modernen Anlagen insbesondere für die automatische Messung der Staub-, Kohlendioxid- und Stickstoffoxidimmissionen ausgestattet. Die gemessenen Werte werden auch vom Immissionsinformationssystem für Luftqualität (ISKO) der Tschechischen Republik übernommen.

Gemäß dem Gesetz der Tschechischen Republik über die Bewertung der Einflüsse auf die Umwelt unterbreitet die ČEZ, a. s., den zuständigen Behörden der staatlichen Verwaltung für Umwelt die vorgeschriebene Dokumentation über die unabhängige Bewertung der Umwelteinflüsse für jedes in Vorbereitung befindliche Bauwerk, für jede Tätigkeit und jede Technologie, einschließlich deren Änderungen und Änderungen bei der Nutzung zur Bewertung, die einer Beurteilung unterliegen. Zu den Aktivitäten der ČEZ, a. s., die derart bewertet werden, können sich auch die Gemeinden und die Öffentlichkeit äußern. 

Nebenenergieprodukte aus den Kohlekraftwerken

Die Asche von den Verbrennungsprozessen der Kohlekraftwerke der ČEZ, a. s., eignet sich insbesondere zur Nutzung bei Terraingestaltungen nach der Kohleförderung, bei der Rekultivierung und zum Einsatz in Konstruktionsschichten von oberirdischer Infrastruktur. Die Komponenten der Asche (Flugasche und Schlacke) werden bei der Produktion von Baumaterialien, z. B. von Zement, Beton- und Putzmischungen und Maurermaterialien benutzt. Die aufbereitete Asche wird als Konstruktions- und Dichtungsmaterial von Lagerhalden benutzt und ist dabei ein gleichwertiger Ersatz für natürliche Lehme. Der Energiegipsstein aus der Entschwefelung der Abgase wird durch die Bearbeitung zum häufig eingesetzten Rohstoff für die Produktion von Zement, Gips und Produkten aus Gips und stellt gleichzeitig einen vollwertigen Ersatz für natürliche Rohstoffe dar.

Der sog. trockene Bezug der Energienebenprodukte und deren Komponenten ermöglicht den direkten Einsatz der Produkte bei den Kunden und die Nutzung der spezifischen Eigenschaften der Produkte auch zur Rekultivierung von Entschlickungsanlagen und zur Formgebung des Landschaftsreliefs in Einklang mit den Anforderungen am entsprechenden Standort. Bestandteil der Technologie des sog. trockenen Bezugs sind Mischzentren zur Vorbereitung der Mischungen nach den Rezepturen, die dem Nutzungszweck der entsprechenden Mischungen angepasst sind.

Änderungen beim Umgang mit den Energienebenprodukten schlagen sich in der Evidenz nieder, die nach dem Abfallgesetz geführt wird, und ermöglichen es der ČEZ, a. s., die zu entsorgende Abfallmenge durch deren Ablagerung gegen Gebühren oder gegen einen vertraglichen Preis zur mindern.

Im Jahre 2000 wurden fast 28 % mehr Energienebenprodukte aus den Kohlekraftwerken der ČEZ, a. s., als im Jahre 1993 genutzt. Bis 1999 wurden z. B. aus dem Energiegipsstein von der Abgsasentschwefelung der ČEZ, a. s., in der Tschechischen Republik 50 Mio. m2 Gipskartonplatten hergestellt.