Atmosphäre

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Schutz der Atmosphäre

Im Jahre 1992 stoß die Gesellschaft ČEZ aus Kohlekraftwerken 57 855 Tonnen fester verunreinigender Stoffe, 769 128 Tonnen Schwefeldioxid, 128 522 Tonnen Stickoxide und 17 713 Tonnen Kohlenmonoxid in die Atmosphäre aus. Im Jahre 1999 waren die Emissionen dieser Stoffe bereits mehrfach niedriger– 2 541 Tonnen fester verunreinigender Stoffe, 63 460 Tonnen Schwefeldioxid, 52 717 Tonnen  Stickoxide und 4 017 Tonnen Kohlenmonoxid. Im Jahre 2000 stoß ČEZ also zum Beispiel nur 4 % fester verunreinigender Stoffe und 9 % Schwefeldioxid von der im Jahre 1992 ausgestoßenen Gesamtmenge aus.

Die Konzentration dieser hauptsächlichen die Atmosphäre verunreinigenden Stoffe in den ausgestossenen Verbrennungsprodukten überstieg dabei nicht die damals gültigen, sogenannten provisorischen Emissionslimits, die auf der Grundlage des Gesetzes über die Atmosphäre von den Inspektionsorganen für den Atmosphärenschutz individuell für die einzelnen Kohlekraftwerke als bestehende Quellen der Verunreinigung der Atmosphäre festgelegt wurden. Die Gültigkeit dieser Emissionslimits war zeitlich begrenzt. Nach ihrem Auslaufen musste jede bestehende Quelle der Verunreinigung die vom Gesetz über die Atmosphäre geforderten strengen Emissionslimits für neue Quellen der Verunreinigung erfüllen. Der letzte Termin für das Auslaufen der Gültigkeit der provisorischen Emissionslimits war der31. Dezember 1998. Bei einer Verletzung der Emissionslimits konnten und können die Inspektionsorgane für den Atmosphärenschutz dem Betreiber der Quelle der Verunreinigung hohe Bußgelder auferlegen oder die Einstellung des Betriebs anordnen.

Entwicklung der Menge der Emissionen von den die Atmosphäre verunreinigenden Stoffen
(in t/Jahr), CO2 (in 1000 t/Jahr)
Jahr Emission feste
verunreinigende Stoffe
Emission SO2 Emission NOx Emission CO Emission CO2
1992 57 855 769 128 128 522 17 713 41 593
1993 55 393 719 149 122 212 17 099 38 935
1994 17 663 644 831 77386 12 196 34 085
1995 11 480 609 544 75 258 10 586 34 835
1996 11 350 481 169 71 019 9 299 35 449
1997 10 625 310 030 67 448 8 910 35 853
1998 7 021 159 625 56 889 6 270 34 796
1999 2 541 63 460 52 717 4 017 31 559
2000 2 334 73 237 62 925 3 991 35 959


SO2  - Schwefeldioxid
NOx - Stickoxide
CO - Kohlenmonoxid
CO2 - Kohlendioxid

Um die Übereinstimmung mit dem neuen Gesetz über die Atmosphäre zu erreichen, wurde im Jahre 1992 ein Programm zur Senkung der Emissionen der die Atmosphäre verunreinigenden Stoffe eingeleitet. Im Jahre 1998 wurde das Programm erfolgreich abgeschlossen. Das Programm war ein Komplex von gegenseitig verbundenen technischen und organisatorischen Maßnahmen, die besonders auf folgende Punkte gerichtet waren:

  • Bestimmung der Quellen der Verunreinigung der Atmosphäre, die für die Ausrüstung mit neuer Technologie zur Senkung der Emissionen geeignet sind,
  • Bau von Entschwefelungsanlagen oder neuen Kesseln mit Fluidverbrennung bei ausgewählten Quellen der Verunreinigung,
  • Stilllegung der Quellen der Verunreinigung, die nicht für die Ausrüstung mit Anlagen zur Senkung der Emissionen ausgewählt wurden,
  • Maßnahmen zur Senkung der Emissionen von Stickoxiden,
  • Abschluss der Innovation von Abscheidern von Staub bzw. festen verunreinigenden Stoffen,
  • Verwendung von Brennstoffen besserer Qualität (Kohle mit niedrigerem Schwefelgehalt oder mit einer niedrigeren Ascheerzeugung usw.),
  • Ergänzung der Messtechnik für eine kontinuierliche Messung der Emissionen an Quellen der Verunreinigung.

Mit diesem Programm gelang es technische Bedingungen zu schaffen, unter denen alle großen Quellen der Verunreinigung der Atmosphäre von ČEZ im Einklang mit dem Gesetz über die Atmosphäre zu betreiben sind. Die für neue Quellen gültigen Emissionslimits der hauptsächlichen die Atmosphäre verunreinigenden Stoffe können eingehalten werden und werden auch sicher eingehalten. Für die Verunreinigung der Atmosphäre zahlt ČEZ im Einklang mit den Gesetzesvorschriften die durch Entscheidung der entsprechenden Organe festgelegten Gebühren. 

Mit einer wesentlichen Senkung der Emissionen trug ČEZ auch bedeutend zur Erfüllung der internationalen Verpflichtungen der Tschechischen Republik bei, die insbesondere aus der auch Europa, die USA und Kanada betreffende Konvention über die grenzüberschreitende Verunreinigung folgen. Am Wichtigsten ist jedoch die gesamte Verbesserung des Zustands der Atmosphäre, wie sie für die Gesundheit der Menschen und die Natur nötig ist.

Ökologie der Kohlekraftwerke

Kohlekraftwerke stellen fast 70 % der installierten Leistung der Aktiengesellschaft ČEZ dar. Die Mehrheit der Kohlekraftwerke verbrennt Braunkohle. Die nordböhmischen Kraftwerke sind daher in der unmittelbaren Nähe der Braunkohlegruben errichtet.

Die Kraftwerksgesellschaft ČEZ, a. s. setzte in den vergangenen sieben Jahren (1992 - 98) das wohl umfangreichste und schnellste ökologische Programm in Europa um. Im Rahmen dieses Programms installierten wir in unseren Kraftwerken insgesamt 28 Entschwefelungseinheiten und 7 Fluidkessel, rekonstruierten Flugascheabscheider und modernisierten die Steuerungssysteme der Kraftwerke. Insgesamt investierten wir in die Modernisierung und Entschwefelung der Kohlekraftwerke 46 Milliarden Kronen. Dadurch konnten wir die Emissionen von Schwefeldioxid (Graph s. Anhang) und Flugasche um 90 % und die Emission von Stickoxiden um 50 % senken. Unsere Kohlekraftwerke sind nun mit entsprechenden Kraftwerken in ganz Europa vergleichbar.

Das Programm der Modernisierung und der Entschwefelung der Kohlekraftwerke von CEZ, a. s.

Vor der Einleitung des Programms der Modernisierung und Entschwefelung der Kohlekraftwerke von CEZ, a. s. betrug ihre gesamte installierte Leistung 8 482 MW. Wir entschieden uns, den ältesten Teil der Produktionsanlagen stillzulegen und die anderen so zu modernisieren und zu entschwefeln, dass sie die neuen, ab dem 1. 1. 1999gültigen Grenzwerte erfüllen. Insgesamt wurden 6 462 MW installierter Leistung entschwefelt. Von diesem Wert entfallen 5 930 MW auf die Entschwefelung durch sogenanntes „Waschen“ der Rauchgase (5 710 MW nasse Kalksteinwäsche, 220 MW halbtrockene Kalkmethode), 497 MW wurden durch Ersetzung der alten Kessel durch moderne mit Fluidverbrennung entschwefelt, bei 35 MW wurde der Brennstoff geändert. Gleichzeitig mit der schrittweisen Reinigung der moderneren Kohlekraftwerke erfolgte die Stilllegung der älteren Anlagen. Bis Ende 1998 werden insgesamt 2 020 MW stillgelegt. Entschwefelungseinheiten werden für insgesamt 5 930 MW installierter Leistung verwendet.

Bau von Entschwefelungseinheiten in Kohlekraftwerken von CEZ, a.s.
Kraftwerk Leistung Methode Installiert
Prunerov 1 4 x 110 MW MVV Dezember 95
Prunerov 2 5 x 210 MW MVV August 96
Pocerady 2 x 200 MW MVV November 94
Pocerady 3 x 200 MW MVV November 96
Ledvice 2 x 110 MW PSV Dezember 96
Tusimice 2 4 x 200 MW MVV Mai 97
Tisova 100 MW MVV November 97
Chvaletice 2 x 200 MW MVV Dezember 97
Chvaletice 2 x 200 MW MVV November 98
Detmarovice 4 x 200 MW MVV Juni 98
Melnik 720 MW MVV November 98
MVV - nasse Kalksteinwäsche, PSV - halbtrockene Kalkmethode
Programm des Baus von Fluidkesseln in der Gesellschaft CEZ, a. s.
Kraftwerk Leistung Installiert
Tisova 86 MW Dezember 95
Hodonin 60 MW September 97
Porici 55 MW Oktober 96
Hodonin 45 MW Oktober 97
Tisova 86 MW November 97
Ledvice 110 MW Oktober 98
Porici 55 MW September 98

In den Wärmekraftwerken in Dvur Kralove und in Nachod (gesamt 35 MW) erfolgte die Modernisierung und die Senkung der Emissionen durch Wechsel des Brennstoffs und durch Änderung der Ascheausscheidung.

Programm der Stilllegung von Kohleblöcken von CEZ, a. s

Insgesamt legten wir 2 020 MW installierter Leistung in älteren Kohlekraftwerken still.

Programm der Stilllegung
Kraftwerk Stillgelegte Leistung stillgelegt
Prunerov 1 110 MW Januar 1991
Tisova 2 100 MW Januar 1991
Tusimice 1 110 MW Juni 1991
Prunerov 1 110 MW Januar 1992
Tisova 2 100 MW Januar 1992
Tusimice 1 110 MW März 1992
Hodonin 55 MW Januar 1993
Pocerady 200 MW Januar 1994
Ledvice 110 MW Februar 1994
Hodonin 50 MW Januar 1995
Hodonin 50 MW August 1996
Tusimice 1 110 MW September 1996
Hodonin 50 MW April 1998
Tusimice 1 110 MW April 1998
Tisova 50 MW Juni 1998
Ledvice 200 MW Dezember 1998
Porici 55 MW Dezember 1998
Tusimice 1 110 MW Dezember 1998
Tusimice 1 110 MW Dezember 1998
Melnik 2 110 MW Dezember 1998
Melnik 2 110 MW Dezember 1998
  2020 MW  

Früher Abfälle, heute Sekundärrohstoffe

Unterlagematerial beim Bau von Straßen und Eisenbahngleisen, Füllmaterial zur Ersetzung von geförderter Kohle in den Stollen, Geländeherrichtung und Modellierung von Landschaften bei Rekultivierung, Verwendung in trockenen Mörtelmischungen, dies alles sind mögliche Verwendungen von Energogips, in einigen Fällen auch von einer Mischung von Energogips und Flugasche.

Die möglicherweise bekannteste und gleichzeitig effektivste Verwendung der Produkte der Entschwefelung ist jedoch zweifelsohne die Herstellung von Gipskartonplatten, die für die Interieure von Wohn- und anderen Gebäuden verwendet werden, aber auch die Herstellung von tragenden Profilen. Als erste Firma war auf diesem Gebiet die Gesellschaft Knauf Počerady tätig, ein gemeinsames Unternehmen von CEZ und der deutschen Gesellschaft Knauf, das im Februar 1995 in enger Nachbarschaft zum Kraftwerk Počerady in Betrieb genommen wurde. Dieser Betrieb nimmt praktisch die gesamte Produktion von Gipsstein aus der Entschwefelung von fünf  200 MW-Blöcken in Počerady ab. Mit seiner Produktion beherrscht er etwa die Hälfte des einheimischen Markts, wobei ein kleinerer Teil der etwa 10 Millionen Quadratmeter von hergestellten Platten  auch auf die Märkte einiger Osteuropäischer Länder geliefert wird. Die Verwendung von Energogipsstein für die Herstellung von Gipskarton erfordert zwar den Abbau von Kalkstein, gleichzeitig werden so jedoch die natürlichen Vorräte von Gipsstein geschont, die sonst abgebaut werden müssten - das Bauwesen würde sicherlich ohne den modernen Baustoff Gipskarton nicht auskommen.

Es werden auch weitere Projekte für die Nutzung des Energogipssteins intensiv vorbereitet. Im Kraftwerk Chvaletice wird die Verwendung des Energogipssteins von hoher Qualität zur Herstellung von Gips und Gipsformsteinen erwogen, im Kraftwerk Tušimice wird mit der Möglichkeit der Herstellung von Gipsspanplatten gerechnet. Die Hauptaktivität in dieser Richtung ist jedoch die Fertigstellung des Betriebs zur Herstellung von Gipskartonplatten beim Kraftwerk Mělník gemeinsam mit der Gesellschaft Rigips.

Auch die früher mittels Wasser auf Deponien transportierte Asche fand Verwendung, z.B. bei der Rekultivierung von bestehenden Deponien oder ausgebeuteten Gruben. Die Flugasche vermischt mit Energogipsstein bildet einen ungefährlichen Stoff, der die Formung der Landschaft in ihr ursprüngliches Relief ermöglicht. Danach können die wiederhergestellten Flächen aufgeforstet oder z.B. für den Anbau von schnellwachsenden Pflanzen (Biomasse) für eine weitere Nutzung verwendet werden.

Übersicht der Hauptmaßnahmen zur Verminderung der Emission von Stoffen, die die Luft verunreinigen

In den Jahren 1992 bis 1999 wurden in den Kraftwerken der ČEZ, a. s. Maßnahmen realisiert, deren Ziel darin bestand, Betriebsbedingungen abzusichern, die den Anforderungen der tschechischen Legislative Rechnung tragen.

Im Elektrizitätswerk Tisová wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Ausstattung des Kessels K 9 (B 6) mit neuen Dreisektionselektroabscheidern im Jahr 1992,
  • Abschalten der Kessel K 5, K 6 im Jahr 1992 und nachfolgende Demontage,
  • Abschalten des Kessels K 4 im Jahr 1993 und nachfolgende Demontage,
  • Errichtung des 1. fluiden Kessels (K 11) und im Jahre 1996 Inbetriebnahme,
  • Abschalten der Kessel K 2, K 3 im Jahr 1995 und nachfolgende Demontage,
  • Errichtung des 2. fluiden Kessels (K 12) und im Jahr 1998 Inbetriebnahme,
  • Errichtung der Entschwefelungsanlage für den Kessel K 9,
  • Abschalten des Kessels K 1 im Jahr 1997 und nachfolgende Demontage,
  • Abschalten der Kessel K 7, K 8 im Jahr 1998.

Im Elektrizitätswerk Prunéřov 1 wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Rekonstruktion des Elektroabscheiders bei den Kesseln K 3, K 4, K 5 und K 6,
  • Austausch der Brenner und Gestaltung des Brennraums bei den Kesseln K 3, K 4, K 5 und K 6 zur Verminderung der Stickstoff- und Kohlenmonoxidemission (primäre Maßnahmen),
  • Errichtung der Entschwefelungsanlage für die Kessel K 3, K 4, K 5 und K 6,

Im Elektrizitätswerk Prunéřov 2 wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Rekonstruktion des Elektroabscheiders bei den Kesseln K 21, K 22, K 23 und K 24,
  • Austausch der Brenner und Gestaltung des Brennraums bei den Kesseln K 21, K 22, K 23 , K 24 und K 25 zur Verminderung der Emissionen von Stickoxiden und Kohlenmonoxid (primäre Maßnahmen),
  • Errichtung der Entschwefelungsanlage für die Kessel K 21, K 22, K 23, K 24 und K 25,
  • Rekonstruktion des Kessels K 25 zum Zwecke der Verminderung der Emissionen von Stickoxiden und von festen verunreinigenden Stoffen,
  • Installation von Verbrennungsgasbrennern für Erdgas als Ersatz für die nicht umweltfreundlichen Heizölbrenner an den Kesseln K 21, K 22, K 23, K 24 und K 25.

Im Elektrizitätswerk Tušimice 1 wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Beendigung des Betriebs im Block B 6 im Jahr 1991, des Betriebs im Block B 1 im Jahr 1992 und des Betriebs im Block B 2 im Jahr 1993,
  • Abdichtung des Elektroabscheiders und Rekonstruktion des Steuersystems für die Bedienung der Elektroabscheider bei den Kesseln des Elektrizitätswerks Tušimice I,
  • Einführung der Konditionierung von Abgasen durch das System APOLLO zur Verminderung der Emission fester verunreinigender Stoffe bei den Kesseln des Elektrizitätswerks Tušimice I,
  • Abschalten der Blöcke B 3, B 4 und B 5 im Jahr 1998.

Im Elektrizitätswerk Tušimice 2 wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Rekonstruktion der Aufteilung des Abgasstroms in den Elektroabscheider, Dichtung und Optimierung der Produkte bei den Elektroabscheidern bei den Kesseln K 21, K 22, K 23 und K 24,
  • Austausch der Brenner für die Verbrennung von Heizöl gegen Brenner für die Verbrennung von Erdgas bei den Kesseln K 21, K 22, K 23 und K 24,
  • Errichtung einer Entschwefelungsanlage bei den Kesseln K 21, K 22, K 23 und K 24 und Inbetriebnahme im Jahr 1997,
  • zur Verminderung der Emissionen von Stickoxiden wurde bei den Kesseln K 21, K 22, K 23 und K 24 die Rekonstruktion der Pulverbrenner, die Gestaltung der Brenner mit Nachbrennluft und die Abdichtung der Kessel vorgenommen,
  • bei den Kesseln K 21, K 22, K 23 und K 24 wurde im Jahr 1997 die Messung der Emissionen mit Messergebnissen für das Entschwefelungssteuersystem eingeführt.

Im Elektrizitätswerk Počerady wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • im Jahr 1994 Beendigung des Betriebs im Block B 1,
  • Austausch des Elektroabscheiders am Kessel des Blocks B 2 mit einer garantierten Konzentration von festen verunreinigenden Stoffen hinter dem Abscheider von 50 mg.m-3,
  • Rekonstruktion des Kontrollsystems für das Management der Blöcke und Einführung der Steuerung der Verbrennungsluft zur Verminderung der Emissionen von Stickoxiden und Kohlenmonoxid bei den Blöcken B 2, B 3, B 4, B 5 und B 6,
  • Austausch des Elektroabscheiders beim Kessel des Blocks B 3, B 5 und B 6,
  • Errichtung der Entschwefelungsanlage für die Kessel des Blocks B 2, B 3, B 4, B 5 und B 6,
  • Gestaltung der Kessel der Blöcke B2, B3 und B4 zur Verminderung der Emission von Kohlenmonoxid und von Stickoxiden auf 500 mg/m3.

Im Elektrizitätswerk Ledvice wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Rekonstruktion der Elektroabscheider bei den Kesseln K 2 und K 3, (die mechanischen Abscheider wurden durch Elektroabscheider ersetzt, die die Anforderungen des Gesetzes Nr. 309 / 1991 Slg., bezüglich der Emissionslimits für neue Quellen erfüllen),
  • zur Verminderung der Konzentration fester verunreinigender Stoffe wurde die Konditionierung der Abgase durch das System Apollo beim Kessel K 1 eingeführt,
  • im Jahr 1996 wurde die erreichbare Leistung des Blocks B 1 von 200 MW auf 185 MW vermindert,
  • es wurde die Entschwefelungsanlage für die Kessel K 2 und K 3 errichtet und im Jahr 1996 in Betrieb genommen,
  • im Dezember 1998 Beendigung des Betriebs des Kessels K 1, Errichtung eines fluiden Kessels an der Stelle des ausgemusterten Kessels K 4 und Inbetriebnahme im Jahre 1998.

Im Elektrizitätswerk Mělník 2 wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Vornahme von Maßnahmen zur Verringerung des Gehalts an Stickoxiden und Kohlenmonoxid in den Abgasen bei den Kesseln K 9 und K 10,
  • Errichtung der Entschwefelungsanlage bei den Kesseln K 9 und K 10,
  • Vorbereitung der Demontage der Kessel K 7 und K 8 im Jahr 1999.

Im Elektrizitätswerk Mělník 3 wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Austausch der Steuersysteme der Quellen beim Elektroabscheider des Kessels K 11,
  • Vornahme von Maßnahmen zur Verminderung des Gehalts an Stickoxiden und Kohlenmonoxid in den Abgasen beim Kessel K 11,
  • Errichtung der Entschwefelungsanlage beim Kessel K 11.

Im Elektrizitätswerk Chvaletice wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • bei allen vier Kesseln wurde eine Anlage zur Verminderung der Emissionen von Stickoxiden installiert,
  • Generalüberholung der Elektroabscheider bei allen Kesseln,
  • Errichtung der Entschwefelungsanlage mit Ableitung der Abgase in die Kühltürme.

Im Elektrizitätswerk Poříčí wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Installation der Semipulsspeisung der Elektroabscheider bei den Kesseln K 3 und K 4,
  • Errichtung eines atmosphärischen fluiden Kessels FK 7 (1994 -- 1996),
  • Abschalten der Kessel K 5 und K 6 - an deren Stelle wurde der fluide Kessel FK 8 errichtet,
  • Einführung der Konditionierung der Abgase durch das System APOLLO, zur Verminderung der Emissionen von festen verunreinigenden Stoffen und von Stickoxiden bei den Kesseln K 1 und K 2,
  • im Jahr 1997 Vornahme der Rekonstruktion der Kessel K 3 und K 4 zur Erzielung der vorgeschriebenen Emissionslimits für Stickoxide und Kohlenmonoxid,
  • Ende des Jahres 1998 Beendigung des Betriebs der Kessel K 1 und K 2.

Im Heizwerk Náchod wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Installation eines Gewebefilters und eines Doppelbrennstoffbrenners (Zusatzheizung mit Erdgas) beim Kessel K 4,
  • Ausstattung der Kessel K 5 und K 6 mit Doppelbrennstoffbrennern (Heizöl und Erdgas),
  • Umstellung des Kessels K 12 auf Erdgas.

Im Heizwerk Dvůr Králové wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Installation eines Gewebefilters beim Kessel K 3,
  • Rekonstruktion der Kessel K 1 und K 2 einschließlich Errichtung der Anschlüsse an Erdgas.

Im Elektrizitätswerk Dětmarovice wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Vornahme von primären Maßnahmen zur Verminderung der Emissionen an Stickoxiden und Kohlenmonoxid bei den Kesseln K 1, K 2, K 3 und K 4
  • Errichtung der Entschwefelungsanlage für alle Kessel des Elektrizitätswerks.

Im Elektrizitätswerk Hodonín wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Ersatz der 6 Granulatkessel durch zwei fluide Kessel, jeder mit einer Leistung von 170 t/Stunde (Brennstoff Lignit),
  • im Jahr 1998 Inbetriebnahme des Notfallkessels mit der Leistung von 13 MWt (Brennstoff: leichtes Heizöl). 

Emissionslimits nach der Bestimmung des Gesetzes

Bezeichnung des Kraftwerks Wärme- Anschlussleistung Limit für SO2 Limit für NOx Limit für CO Limit für FESTstoffe
Dětmarovice 2 180 500 650 250 100
Hodonín 291 1 236 600 250 100
Chvaletice 2 300 500 650 250 100
Ledvice 2 610 1 700 650 250 100
Ledvice 3 291 1 236 600 250 100
Mělník 2 623 1 200 600 250 100
Mělník 3 1 374 350 650 250 100
Počerady 2 831 500 650 250 100
Poříčí 1 215 1 700 650 250 100
Poříčí 2 392 832 600 250 100
Prunéřov 1 1 233 1 700 650 250 100
Prunéřov 2 2 956 500 650 250 100
Tisová K9 292 1 700 650 250 100
Tisová FK11 287 1 252 600 250 100
Tisová FK12 285 1 260 600 250 100
Tušimice 2 2 356 500 650 250 100

Messungen der Emissionen aus den Kohlekraftwerken der ČEZ, a. s.

Es wird die ständige Beobachtung der Verunreinigung der Luft durch Stoffe gesichert, die aus den Kohlekraftwerken in die Luft ausgestoßen werden.

Kontinuierlich werden vier grundlegende Schadstoffe gemessen, die für die Emissionslimits festgelegt sind. Es handelt sich dabei um Emissionen von Schwefeldioxid, Stickoxiden, Kohlenmonoxid und festen verunreinigenden Stoffen. Seit dem Jahre 1996 wird auch die kontinuierliche Auswertung der Erfüllung der Emissionslimits bei allen betriebenen Kohlekraftwerken gewährleistet. Die Schadstoffkonzentration wird halbstündlich, täglich und jährlich ausgewertet und es werden monatlich aus der gemessenen Konzentration die Emissionsmengen errechnet.

Die Messergebnisse werden auch zur Feststellung des Einflusses der Kohlekraftwerke auf die Luftverunreinigung benutzt.

Die technischen Maßnahmen, die in den Jahren 1996 bis1998 in den Kohlekraftwerken ergriffen wurden, schlugen sich bedeutsam in der Verminderung der Menge der in die Luft ausgestoßenen Emissionen nieder. Diese Umstände können auch anhand der Angaben dokumentiert werden, die auf unserer Website in der Sektion "Umwelt /Luft/Emissionen“ präsentiert werden. Hier finden Sie Informationen über die Emissionsmengen seit dem Jahre 1991. Es stehen hier die Jahres- und Monatswerte zur Verfügung. Diese Daten werden als überprüfte Daten präsentiert und werden nach der Beendigung des entsprechenden Prozesses, d. h. in monatlichen Abständen mit einer 14-tägigen Verspätung aktualisiert.

Messungen der Immissionen, die von der Energiegesellschaft ČEZ, a. s. durchgeführt werden

Das stabile Messungsnetz des Nationalen Immmissionsmonitoring der Tschechischen Republik, bzw. das Immissionsnetz der Hygienestationen orientiert sich insbesondere auf die Abdeckung der Bereiche mit menschlichen Ansiedlungen. Der Sinn dieser Messungen besteht insbesondere in der Feststellung des Einflusses der verunreinigten Luft auf die Gesundheit der Menschen, und zwar als Zusammenfassung der Einflüsse aller Emissionsquellen, die sich an dieser Luftverunreinigung beteiligen.

Die Immissionsmessungen, die von der Gesellschaft ČEZ, a. s. durchgeführt werden, gehen von den Erfordernissen aus, Informationen über den Einfluss ihrer Tätigkeit auf die Umgebung zu erlangen. Die Messstationen, die von der Elektroenergiegesellschaft ČEZ, a. s. betrieben werden, sind also zweckmäßig und deren Standort wurde so ausgewählt, dass sie es ermöglichen, die Verunreinigung der Luft, die durch die Kohlekraftwerke verursacht wird, mit einem minimalen Einfluss durch die anderen umgebenden, insbesondere lokalen Quellen, zu messen.

Die Messergebnisse der Immissionsstationen der ČEZ, a. s. werden fortlaufend in monatlichen Intervallen an das landesweite Informationssystem der Luftqualität (verwaltet von ČHMÚ) weitergeleitet und im Rahmen der Gesellschaft zur Auswertung ihres Einflusses auf die Verunreinigung der Luft in ihrem Wirkungsbereich benutzt.

Die Maßnahmen zur Verminderung der Immissionen, die die ČEZ, a .s., in ihren Kohlekraftwerken vorgenommen hat, schlugen sich bedeutsam auch in den gemessenen Immissionen nieder. Diese Fakten können auch an den Angaben dokumentiert werden, die auf unserer Webseite in der Sektion „Umwelt/Luft/Immissionen“ präsentiert werden. Hier finden Sie Informationen über die gemessenen Immissionen in den Stationen, die von der Elektroenergiegesellschaft ČEZ betrieben werden, seit dem Jahre 1996. Es stehen Jahres-, Monats- und Tagesdurchschnittswerte der gemessenen Schadstoffe, aber auch halbstündliche (stündliche) Werte zur Verfügung. Die Daten werden als offene Daten präsentiert und daher werden sie erst nach der Beendigung dieses Prozesses, d. h. in 14-tägigen Intervallen aktualisiert.

Feststellung des Anteils der Kohlekraftwerke an der gesamten Luftverunreinigung

Der Anteil der einzelnen Kohlekraftwerke der ČEZ, a. s., an der Verunreinigung der Luft wird anhand von mathematischen Modellen bewertet. Die Rechenmodelle werden gewöhnlich zur Simulation der voraussichtlichen Einflüsse der technischen Maßnahmen bei den Quellen auf die Änderungen bei der Emissionsbelastung auch im Ausland angewandt und in vielen Fällen werden sie sogar gefordert.

Für die Bewertung des Anteils der einzelnen Emissionsquellen an der gesamten Verunreinigung der Luft ist das mathematische Modell in der Regel die einzige Möglichkeit, wie man eine derartige Analyse durchführen kann. Die Berechnung der Luftverunreinigungen hat im Vergleich zur Immissionsmessung gewisse Vorteile und Nachteile.

Zu den Mängeln gehört der Umstand, dass durch das Rechenmodell die Details nicht perfekt beschrieben werden können, die durch den konkreten Standort des Referenzpunkts am entsprechenden Standort gegeben sind. Ebenfalls die Beschreibung der meteorologischen Bedingungen, die vom Rechenmodell genutzt werden, ist lediglich allgemein und benutzt eine Kombination von langfristigen und kurzfristigen Informationen. Diese Umstände führen dann dazu, dass sich die berechneten durchschnittlichen Immissionskonzentrationen am konkreten Referenzpunkt oft von den durchschnittlichen Immissionskonzentrationen in der entsprechenden Station unterscheiden.

Einer der Vorteile des mathematischen Modells besteht darin, dass die berechneten Konzentrationen eine Summe der Teilkonzentrationen der einzelnen Immissionsquellen sind, so dass am entsprechenden Referenzpunkt der Anteil der einzelnen Immissionsquellen an der gesamten Verunreinigung der Luft festgestellt werden kann. Die Platzierung und die Anzahl der Referenzpunkte für die Berechnung kann ebenfalls leicht ausgewählt werden. Der Erwerb dieser Informationen ist weitaus weniger kostenintensiv als die eigentlichen Immissionsmessungen, wo auch Probleme mit der Qualität und der Auslastung der Messungen eintreten können.

Bei der alljährlichen Vornahme der Berechnungen wandeln sich einige vorstehend erwähnte Mängel des Rechenmodells in Vorteile, da der gegenseitige Vergleich der berechneten Immissionskonzentrationen in den einzelnen Jahren nicht durch die alljährliche Änderung der meteorologischen Bedingungen belastet ist, die die gemessenen Konzentrationen bei einem größeren Auftreten von Inversionswetterlagen bedeutsam beeinflussen können.

In die Berechnung der Luftverunreinigungen in der Umgebung der Kohlekraftwerke der ČEZ, a. s. wurden als Inputangaben die folgenden Immissionsquellen einbezogen:

  • alle beobachteten Quellen des REZZO 1 (besonders große und große Verunreinigungsquellen), die sich auf dem gesamten Gebiet der Tschechischen Republik befinden,
  • Quellen des REZZO 2 (mittelgroße Verunreinigungsquellen) und REZZO 3 (lokale Verunreinigungsquellen), die in den Bereichen bis zu einer Entfernung von 60 km von den Elektrizitätswerken der ČEZ, a. s. erfasst sind.

Die Berechnungen der Verunreinigung der Luft wurden für Schwefeldioxid, Stickoxide und Flugstaub vorgenommen. Die eigentliche Berechnung wurde derart durchgeführt, dass in der Umgebung der einzelnen Elektrizitätswerke der ČEZ, a. s. (zu bewertender Bereich als Viereck mit den Abmessungen 60 x 60 km, in dessen Mitte sich das entsprechende Elektrizitätswerk befindet) Referenzpunkte für die Berechnung in einem gleichmäßigen Netz mit der Dichte von 2 x 2 km festgelegt wurden. Für diese ungefähr 900 Referenzpunkte wurden die Immissionskonzentrationen berechnet. Ausgehend von diesen Angaben wurden durch spezielle Topografieprogramme die Eintragslinien mit der gleichen Konzentration, bzw. mit den gleichen Anteilen an der gesamten Luftverunreinigung gebildet, die in schematische Karten des bewerteten Gebiets übertragen wurden.

In die Berechnung der Luftverunreinigung durch Stickoxide wurde die Verunreinigung durch den Verkehr nicht einbezogen, die insbesondere in den Städten recht beträchtlich ist.

Bei den Berechnungen der Immissionskonzentrationen von Flugstaub wurde in die Bewertung der Einfluss der sog. sekundären Staubeinträge nicht einbezogen, die bei höheren Windgeschwindigkeiten durch das Aufwirbeln des auf dem Boden abgesetzten Staubs entstehen. Die berechneten Konzentrationen des Flugstaubs stellen somit den Einfluss der Emissionen von festen verunreinigenden Stoffen dar, der durch die Quellen in die Luft eingebracht wird, die gerade und eben nur in der bewerteten Periode tätig sind.

Die objektive Feststellung des Anteils des Betriebs der Kohlekraftwerke der ČEZ, a. s., an der Verunreinigung der Luft durch Modellberechnungen kann also lediglich mit Nutzung der offiziellen Angaben vorgenommen werden, die im landesweiten System des „Registers der Emissionen und Luftverunreinigungsquellen“ (REZZO) beinhaltet sind. Der Erarbeitungsmechanismus und das Zugänglichmachen der Angaben aus dem Register REZZO sieht demnach so aus, dass die offiziellen aktuellen Daten für jedes Jahr stets mit einer mehr als einjährigen Verspätung zur Verfügung stehen (die Emissionsdaten für das Jahr 2002 stehen z.B. erst im ersten Quartal 2004 zur Verfügung).

Auf der Website werden die berechneten Anteile der Kohlekraftwerke der ČEZ, a. s., an der gesamten Verunreinigung der Luft präsentiert, die für die einzelnen Jahre von 1991 bis 2001 durchgeführt wurden (die Daten für die Staubkonzentrationen seit dem Jahre 1992). Die Daten werden einmal pro Jahr ergänzt, und zwar zum Ende des zweiten Quartals. Im Juni 2004 wird die Präsentation der Anteile mit den Berechnungsdaten für das Jahr 2002 ergänzt.

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