Auswirkungen auf die Umwelt

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Einfluss der Kernkraftwerke auf die Umwelt

Der Betrieb eines Kernkraftwerks, ähnlich wie jede andere menschliche Tätigkeit, beeinflusst die Umwelt. Bei dem objektiven Vergleich der Kernkraftwerke mit ähnlichen Anlagen bezüglich deren Einflusses auf das Umfeld ergeben sich die Kernkraftwerke als Anlagen, die zum Umfeld sehr schonend sind.

Der am häufigsten diskutierte Einfluss eines Kernkraftwerks ist die Strahlungsbelastung der Bevölkerung und der Einfluss auf die Umwelt in dessen Umgebung. Für die objektive Beurteilung des Einflusses des Kernkraftwerks auf die Umgebung ist es nötig, sich bewusst zu werden, dass die Radioaktivität und die ionisierende Strahlung kein Spezifikum der Kernkraftwerke sind.  Die Radioaktivität ist eine physikalische Erscheinung, die ein Bestandteil des Naturraums während der Gesamtdauer dessen Existenz ist. Der Mensch wird, gleich wie alle sonstigen Lebewesen, von der ionisierenden Strahlung während der Gesamtdauer seiner Entwicklung getroffen. Zu den Naturressourcen gehören z.B. die kosmische Strahlung, die in der Erdkruste enthaltenen Radionuklide (in Gesteinen, im Boden), die im Wasser, in der Umluft, in den Lebensmitteln enthaltenen Radionuklide.

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Zu den Kunstquellen der ionisierenden Strahlung gehören z.B. die medizinische Ausnutzung der Radionuklide und der ionisierenden Strahlung (Röntgen, Nuklearmedizin), die technische Ausnutzung der ionisierenden Strahlung (z.B. Quellen der ionisierenden Strahlung, die in der Defektskopie benutzt werden,  Industriebestrahlungsgeräte, die z.B. zur Konservierung der Lebensmittel benutzt werden,   Wasserstandsanzeiger, Messgeräte für die Messung der Dicke oder der Dichte von Materialien), die Atomenergetik, die die bei der Spaltkettenreaktion ausgelösten Energien ausnutzt. 

Von den Kunstquellen der Bestrahlung haben die medizinischen Quellen (vor allem Röntgengeräte) den größten Anteil an der Strahlungsbelastung des Menschen. An der Gesamtbestrahlung des Menschen beteiligen sie sich mit etwa einem Sechstel. Die Industriequellen beteiligen sich an der Bestrahlung des Menschen mit ungefähr einigen Hundertsteln, wobei die durch den Betrieb der kernenergetischen Anlagen verursachte Bestrahlung ungefähr ein Zehntausendstel der Gesamtbestrahlung darstellt.

Nichtatomeinflüsse der Kernkraftwerke auf die Umgebung sind bedeutungslos

Das Kernkraftwerk hat auf die Umgebung viele andere – „Nichtradiatonseinflüsse“. Deren Auswirkung ist minimal. Zu diesen Einflüssen gehören zum Beispiel:

  • Temperaturerhöhung des Umfelds infolge der Zerstreuung der Abwärme – in der unmittelbaren Umgebung des Kraftwerks geht es um die Erhöhung der durchschnittlichen Temperatur auf dem Niveau von Zehnteln Grad Celsius
  • Abschirmauswirkung der Dunstwolken, die aus den Kühltürmen austreten – die Dauer des Abschirmeffekts in der nahen Umgebung des Kernkraftwerks beträgt etwa einige Minuten pro Tag, was der Reduzierung der Gesamtintensität der Sonnenstrahlung um etwa 3 bis 4 % entspricht
  • Einfluss der Kühltürme auf Niederschlagsverhältnisse in der Umgebung – ein Teil der kleinen Tröpfen, die vom Luftstrom in die Schleppe aus Kühltürmen und die Tröpfen, die durch die Kondensation in der Schleppe entstehen, können die Erhöhung der Niederschlagssummen um weniger als 20 mm pro Jahr verursachen, wobei diese Niederschläge ihr Maximum im Abstand vom Zweifachen bis Vierfachen der Höhe der Kühltürme (240 bis 480 m) erreichen
  • Einfluss der Kühltürme auf die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und auf die Bildung des Bodennebels – Häufigkeit des Auftretens des Bodennebels infolge des von den Kühltürmen austretenden Dampfs – er ist nicht nachweisbar, weil die Erhöhung des Jahresdurchschnitts der relativen Luftfeuchtigkeit bei einem Kernkraftwerk auf dem Niveau von bloßem 1 % liegt
  • Einfluss der Abwässer auf die Temperatur und auf die chemische Qualität des Wasser in den Wasserläufen – bezüglich der Temperatur wird die Weise des Auslassens der Abwässer z.B. durch den Aufbau der Retentionsbehälter gelöst; bezüglich des Inhalts der verunreinigenden Stoffe müssen die Werte für einzelne Kennzahlen eingehalten, die  durch den wasserrechtlichen Beschluss des zuständigen Wasserwirtschaftsorgans für das konkrete Kernkraftwerk festgelegt sind.

Alle angegebenen „Nichtradiatonseinflüsse“ sind dabei nicht nur für Kernkraftwerke spezifisch. Einen ähnlichen Einfluss haben auch andere Wärmekraftwerke und Heizkraftanlagen. Das Kernkraftwerk emittiert jedoch im Unterschied zu den Kraftwerken und Heizkraftanlagen, die die Fossilbrennstoffe verbrennen, keine Verbrennungsprodukte, d.h. es emittiert kein Schwefeloxid, keine Stickstoffoxide, keine Kohlenoxide, keinen Staub und keine anderen Schadstoffe, die bei der Verbrennung entstehen.

Emissionen des Kohlendioxids

Den vernachlässigbaren Einfluss des Betriebs der Kernkraftwerke auf die Umgebung kann man durch deren Vergleich mit dem Einfluss des Betriebs der Kohlenkraftwerke sehr gut illustrieren. Die Kern- und Kohlenkraftwerke sind im Prinzip ähnliche Kraftwerke, die sich nur durch die Wärmequelle unterscheiden, die für die Dampfgewinnung notwendig ist. Die Kernkraftwerke emittieren jedoch keinen CO2 in die Umluft (bei ihnen kommt es nämlich zu keiner Verbrennung, bei der das CO2  entsteht). Dank diesem Umstand trägt das Kernkraftwerk – im Unterschied zu den Kohlen- oder Gaskraftwerken – zur Erhöhung der Konzentration der Treibhausgase nicht bei.

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